Sehr geehrte Einwohner unserer Ortsteile,
Sie werden fragen, was verbirgt sich hinter dieser Aussage?
Im Herbst letzten Jahres wurden wir vom Projektmanagement Klosterbezirk Altzella auf den Aufruf des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft aufmerksam gemacht mit der Bitte zu prüfen, ob eine Bewerbung für die Landtourismusinitiative „Sachsens Erlebnisdörfer“ für Reinsberg denkbar sei.
Für diese Initiative können sich sächsische Dörfer mit touristischen Entwicklungszielen bewerben. Damit sollen sie verstärkt in den Fokus der touristischen Vermarktung und Entwicklung gerückt werden. Ziele sind die Anregung des bürgerschaftlichen Engagements im touristischen Bereich, die Präsentation des Dorfes als touristisches Produkt, die Anregung von Dienstleistungen mit der Folge der Wertschöpfung durch Angebote in den Dörfern und die Positionierung des Dorfes als Repräsentant einer Region wie bei uns dem Klosterbezirk Altzella. Eine erfolgreiche Bewerbung zieht die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft „Sächsische Erlebnisdörfer“ nach sich, wo ein Erfahrungsaustausch zu Strategien und Angebotsentwicklungen stattfinden kann. Dieser Prozess wird dort durch externe fachliche Begleitung finanziell bei Pilotvorhaben unterstützt.
Nun haben wir in Reinsberg in den zurückliegenden Jahren Erfahrungen mit Fremdenverkehrskonzepten gemacht. Viele Ideen der Vergangenheit sind an der fehlenden Mitwirkung von Beteiligten und ungünstiger Eigentumskonstellationen bei Schlüsselobjekten in unseren Orten nicht zur Entwicklung gekommen. Ein neuer Anlauf muss also unter neuen Vorzeichen und anderen Prämissen stehen. Ich war als Bürgermeister nicht mehr bereit, Konzepte aufzugreifen die nicht von Vereinen oder Personen bereits getragen werden. Unsere Fremdenverkehrsverantwortliche Frau Heidrich suchte sich für die Beratungen aktive Partner aus unseren Orten, die geschichtlichen Themen nachgehen und deren Pflege mit unterstützen. Themendörfer entwickeln Visionen auf der Basis lokaler und regionaler Besonderheiten. Hier bietet unsere Geschichte einen guten Ansatz. Daraus kann ein thematisches Leitbild für unsere Dörfer abgeleitet werden, an dem sich die künftige kommunale und besondere touristische Entwicklung ausrichten kann. Wichtig ist, dass Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit betont werden sowie zu einem besonderen Image und Markenzeichen der späteren Vermarktung führen. So war am Ende 2008 klar, wenn wir uns bewerben, dann nur mit dem Thema, was in den zurückliegenden Jahren vielfach eigenständig aufgegriffen wurde: „Unsere Geschichte und Natur“. So klein unsere Gemeinde auch sein mag, so ist die Geschichte doch engstens mit historischen Persönlichkeiten und wichtigen Stationen der sächsischen Geschichte verknüpft; Luthers Ehefrau Katharina von Bora, der als Prinzenräuber bekannte Kunz von Kaufungen, die jahrhundertelang bedeutende Familie von Schönberg, der Begründer der sächsischen Strickmaschinenindustrie Fürchtegott Moritz Voigt, der bekannte Freiberger Glockengießer Hilger, die Familie von Mörner, die Maler Otto Max Küchenmeister und Ferdinand von Reyski, Wallensteins Generalfeldmarschall Matthias Gallas, Kaiser Karl der V., König Friedrich August und König Johann von Sachsen, sie alle beeinflussten Reinsberg und die umliegenden Dörfer und in unserer Gemeinde befinden sich beeindruckende zeitgeschichtliche Zeugnisse der Besiedlung Sachsens, der Reformation, des Kriegsgeschehens vieler Jahrhunderte, der Entwicklung der Verkehrswege sowie des Bergbaus und es werden immer wieder Verknüpfungen mit der Entwicklung der Städte Meißen, Freiberg, Nossen, Altenberg und Dresden offensichtlich. Dabei sind wir nicht auf Spekulationen, Sagen oder Halbwahrheiten angewiesen, sondern können mit Stolz behaupten, dass die genannten Namen und Geschehnisse belegt sind durch die neuesten Erkenntnisse geschichtlicher Forschungen.
Als „Geschichtsdorf Reinsberg“ möchten wir das Verständnis der Bevölkerung verstärken, unsere Geschichte soll nicht trocken bleiben, sondern lokal lebendig werden. Dazu ist die Öffnung weiterer nicht zugänglicher Stätten hierbei ein Ziel. Es ist wichtig, dass auch der Trend nach Bewegung in der Natur aufgegriffen und das Erreichen der markanten Punkte oder Sehenswürdigkeiten über Rad- oder Wanderwege gewährleistet wird. Dazu ist es notwendig, vorhandene Wege weiter auszubauen bzw. besser zu pflegen, aber auch neue Wege zu planen und zu erschaffen. Umweltpfade, auf denen Baumarten und andere natürliche Sehenswürdigkeiten beschrieben sind, können dabei für Ausflugstage, Schulklassen und Wanderer locken. Stärker eingebunden werden sollen die Gasthäuser mit Pensionen; sie können Start-, Zwischen- und Endpunkt von Thementouren bilden und auch die Funktion von Wegweisern übernehmen. Ein weiteres langfristiges Ziel muss unbedingt der Erhalt und das Wachküssen von historisch wertvollen Objekten, die bisher noch im Dornröschenschlaf liegen, sein.
Die Bewerbung und das Konzept ist geschrieben, – „Reinsberg an der Bobritzsch – erwanderbare Geschichte“ – , die Akzeptanz und Mitwirkungsbereitschaft muss in der Dorfgemeinschaft jedoch hoch sein. Schon heute wird in den Ortsteilen von vielen Menschen in Vereinen, Ortschaftsräten und Kirchgemeinden mit Teilthemen die große Zielsetzung bearbeitet. Aber dafür wird sicherlich noch eine breitere Unterstützung notwendig werden. Wer Heimatverbundenheit zeigt, kann hier für unsere Orte mitwirken. Die Initiative „Geschichtsdorf Reinsberg“ sucht weitere Mitstreiter. Wenn Sie Interesse haben, Ihre Gedanken und Vorschläge mit einzubringen, melden Sie sich gern bei Ihrem/n OrtsvorsteherInnen, bei der Gemeindeverwaltung und natürlich in unserem Fremdenverkehrsbüro bei Frau Heidrich.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Bürgermeister Bernd Hubricht
In der Januargemeinderatssitzung wurde Herr Thomas Rost aus dem Gemeinderat verabschiedet. Herrn Rost wurde für seine langjährige Wirkung als Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister herzlich gedankt.
Als Nachrückerin der Fraktion CDU-Bauernverband konnte in der Februarsitzung Frau Kristin Hansch aus Hirschfeld durch den Bürgermeister auf die Sächsische Gemeindeordnung verpflichtet werden.
Ebenfalls wählte in dieser Sitzung der Gemeinderat einen neuen 1. stellvertretenden Bürgermeister, Herr Mike Silbermann aus Reinsberg erhielt dafür das Vertrauen der Gemeinderäte. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Frau Hansch und Herrn Silbermann im Rahmen ihrer verantwortungsvollen Aufgaben für unsere Gemeinde.
Hubricht
Bürgermeister
Öffentliche Sitzung
| Beschluss-Nr. IV/57/2009-09 |
| 1.
Der Gemeinderat erklärt die Mittel der HHST 1.1314.5200,
1.3413.7180, 1.6100.6551, 1.6750.5700, 1.6750.5710 und 1.9100.8060
für übertragbar. 2. Der Gemeinderat stimmt der Erhöhung des Zuschusses an die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Dittmannsdorf zur Finanzierung der Maßnahme Erweiterung der Krippenplätze von 15,0 T€ um 4,0 T€ auf 19,4 T€ zu. 3. Der Gemeinderat beschließt die Bildung der in der Anlage zur Sitzungsvorlage aufgeführten Haushaltsreste von Position 1-18. |
| Beschluss-Nr. IV/57/2009-10 |
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| Beschluss-Nr. IV/57/2009-11 |
| Der
Gemeinderat beschließt
überplanmäßige Ausgaben für
erhöhten Zuschuss zur Aufbringung der Betriebskosten an die
Freien Träger: 1. für die Ev. Kita Dittmannsdorf - HHST 1. 4642.700 in Höhe von ca. 11.700 € 2. für die Kita „Glitzerstein“ Hirschfeld - HHST 1.4643.700 in Höhe von ca. 11.700 € 3. Die Finanzierung erfolgt durch Mehreinnahmen aus Zuweisungen des Freistaates. |
| Beschluss-Nr. IV/57/2009-12 |
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| Beschluss-Nr. IV/57/2009-13 |
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| Beschluss-Nr. IV/57/2009-14 | |||||||||||||||||||||
| Der
Gemeinderat beschließt für die
Durchführung der Gemeinderats- und Ortschaftsratswahlen am
07.06.2009 in der Gemeinde Reinsberg die Bildung von 5 allgemeinen
Wahlbezirken und 1 Briefwahlvorstand. Für die Wahlbezirke erfolgt die Bestimmung folgender Wahlräume:
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| Beschluss-Nr. IV/57/2009-15 |
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| Beschluss-Nr. IV/57/2009-16 |
| 1.
Der Gemeinderat stellt fest, dass mit dem Ausscheiden des
stellvertretenden Kassenverwalters Herrn Rainer Uhlig aus dem
Dienstverhältnis die Bestellung des stellvertretenden
Kassenverwalters zum 28.02.2009 endet. 2. Der Gemeinderat beschließt die Bestellung von Herrn Thomas Heidrich zum stellvertretenden Kassenverwalter der Gemeinde Reinsberg mit Wirkung vom 01.03.2009. |
| Beschluss-Nr. IV/57/2009-17 |
| 1.
Der Gemeinderat der Gemeinde Reinsberg bestellt als
Mitglied in den Präventionsrat Reinsberg: Herrn Bernd Hubricht, Bürgermeister Herrn Mike Silbermann, 1. stellv. Bürgermeister Frau Ria Mühlig, OV Bieberstein Frau Birgit Gesang, OV Dittmannsdorf Frau Karola Schönberg, OV Reinsberg Herrn Uwe Börner, OV Hirschfeld Herrn Herbert Beier, OV Neukirchen Herrn Jürgen Kittel Leiter Polizeirevier Freiberg Herrn Klaus-Dieter Erber Bürgerpolizist Reinsberg 2. Der Gemeinderat der Gemeinde Reinsberg beruft als sachkundige/n Bürger/in in den Präventionsrat Reinsberg: für die AG Wohnumfeld Frau Carmen Tamme Diakonie Dittmannsdorf e.V. Herrn Andreas Schneider Agrargenossenschaft Neukirchen Herrn Falk Lucius Gemeindewehrleiter FW für die AG Prävention Herrn Pfarrer Escher Kirchenvorstand Reinsberg Herrn Ronny Erfurt SG Dittmannsdorf e.V. Frau Marion Robacki Leiterin Hort an der Ganztagsschule Herrn Peter Schubert Abteilungsleiter Ordn. u. Sicherh. LRA MSN Der Präventionsrat kann zu einzelnen Angelegenheiten weitere sachkundige Einwohner und Mitglieder der Ortschaftsräte hinzuziehen. |
Das Landratsamt Mittelsachsen als Rechtsaufsichtsbehörde hat den Beschluss-Nr. IV/56/2009-02 vom 27.01.2009 zur Haushaltssatzung 2009 (vorgelegt am 30.01.09) rechtsaufsichtlich bestätigt.
Aufgrund von § 76 Abs. 3 SächsGemO wird nachfolgende Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2009 öffentlich bekanntgegeben:
Haushaltssatzung der Gemeinde Reinsberg für das Haushaltsjahr 2009
Aufgrund des § 74 der SächsGemO hat der Gemeinderat der Gemeinde Reinsberg am 27.01.2009 folgende Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2009 beschlossen:
§ 1
1. Der Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2009 wird festgesetzt mit den
| Einnahmen und Ausgaben | 4.220.150 € |
| davon im Verwaltungshaushalt | 3.358.350 € |
| davon im Vermögenshaushalt | 861.800 € |
2. dem Gesamtbetrag der Kredite der vorgesehenen Kreditaufnahmen (Kreditermächtigung) von
| 0 € |
3. dem Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigungen von
| 0 € |
§ 2
Der Höchstbetrag der Kassenkredite wird festgesetzt
| für die Gemeindekasse auf | 671.600 € |
| für die Sonderkasse auf | 0 € |
§ 3
Die Steuersätze für die Gemeindesteuern werden für das Haushaltsjahr wie folgt festgesetzt:
| 1. Grundsteuer | |
| 1. für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe (Grundsteuer A) | 280 v.H. |
| 2. für die Grundstücke (Grundsteuer B) | 365 v.H. |
| 2. Gewerbesteuer | |
| nach dem Gewerbeertrag und Gewerbekapital | 380 v.H. |
Reinsberg, den 06.03.2009
Hubricht
Bürgermeister
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