Wappen mit Schrift

Auszüge aus dem Amtsblatt der Gemeinde Reinsberg, Ausgabe vom 10.07.2009: 


Gemeinde- und Ortschaftsräte verabschiedet

Sehr geehrte Einwohner unserer Ortsteile,

die 4. Legislaturperiode der Gemeinde- und Ortschaftsräte seit 1990 geht zu Ende. Traditionsgemäß werden die Männer und Frauen, die in dieser Zeit für unsere Orte und Gemeinde das Ehrenamt ausführen, verabschiedet. Am 26. Juni fand dazu im Landgasthof Dittmannsdorf die feierliche Veranstaltung statt. Ebenfalls wurden an diesem Abend der Friedensrichter unserer Gemeinde, Herr Hoferichter und der Ortschronist von Neukirchen/Steinbach, Herr Hintz aus ihrem Ehrenamt verabschiedet. Herr Hoferichter trat am 14. Mai 2004 sein Amt mit der Bestätigung des Amtsgerichtes Freiberg bei uns an. In der Zeit bis heute hat er sich in 18 Streitangelegenheiten unserer Einwohner um Schlichtung und Lösung der Probleme bemüht.

Wir danken ihm für sein Engagement und die korrekte Ausübung dieses hohen Ehrenamtes. Die neue Friedensrichterin Frau Schubert ist seit dem 8. Mai 2009 im Amt.

10 Jahre hat sich Herr Hintz für unsere Gemeinde mit Geschichte - besonders der Ortsteile Neukirchen und Steinbach - beschäftigt. Die Erarbeitung der Festschrift zum Schul- und Heimatfest, die Aufarbeitung des Archivgutes nach dem Hochwasser, die umfangreichen Recherchen zum Begräbnisort Kunz von Kauffungen oder die erst vor wenigen Monaten der Öffentlichkeit zugänglich gemachte Ortschronik als Zusammenfassung seiner 10-jährigen Arbeit sind Wegmarken seines Tuns. Wir danken Herrn Hintz für seine aufopferungsvolle Tätigkeit in den zurückliegenden Jahren, auch wenn sein Wohnort einige Kilometer von Neukirchen entfernt ist.

Nun aber zu unseren Ortschafts- und Gemeinderäten. Am 1. August 2004 begann die Amtszeit und zur konstituierenden Sitzung wurden damals als 1. stellvertretender Bürgermeister Herr Rost und als 2. stellvertretender Bürgermeister Herr Hille gewählt. Herr Rost hat durch den Berufswechsel sein Amt Ende Januar 2009 abgegeben, was nun von Herrn Silbermann wahrgenommen wurde.

In der Riege des Gemeinderates waren die meisten mittlerweile 10 Jahre im Amt. Das bedeutet auch ein großes Stück kommunalpolitische Erfahrung und ich freue mich, dass ein Großteil wieder das Vertrauen für die 5. Legislaturperiode von unserer Bevölkerung erhalten hat. Herausragende Schwerpunkte der zurückliegenden Arbeit waren die Sicherung der Zukunft unserer Kinderbetreuung und damit unserer Familien. Noch nie wurde so massiv in Kindereinrichtung und Schule investiert, seit 2004 1,04 Mio Euro. Die gestiegenen Geburtenzahlen in unserer Gemeinde lassen diese Einrichtungen in der näheren Zukunft gute Perspektiven erwarten. Auch die Umstrukturierung hin zu mehr Krippenplätzen ist erfolgreich, jede Familie in unserer Gemeinde kann heute einen Betreuungsplatz erhalten.

Mit den Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket werden nun noch Defizite im Außengelände der Schule sowie des Hortbereiches beseitigt. Auch unsere Grundschule mit Ganztagsangeboten ist ein Erfolg. Durch dieses Modell begleiten uns viele Externe, ob als Förderverein oder Mitwirkende bei den Angeboten. Noch nie wurde unsere Grundschule von so vielen Akteuren getragen.

In der zurückliegenden Legislaturperiode hat der Gemeinderat auch sehr viel für das Feuerwehrwesen erreicht, zwei Gerätehäuser und ein Löschfahrzeug sowie zahlreiche Ausrüstungen im Gesamtwert von 664 TEURO konnten gebaut und angeschafft werden. Die Feuerwehren sind die wichtigste Stütze der Gemeinde, sie erfüllen eine Pflichtaufgabe mit hoher Verantwortung. Sie sind nicht mit Vereinen zu vergleichen, deshalb hatten die Gemeinde- und Ortschaftsräte zu ihrer Verabschiedung die Wehrleiter und Stellvertreter mit eingeladen.

Auch die Haushaltssituation lässt sich mit einer guten Bilanz für die zu Ende gehende Periode darstellen. In den 5 Jahren wurden 27,5 Mio Euro Haushaltsvolumen umgesetzt, es wurden keine Kredite aufgenommen und es konnten 806 TEURO Schulden abgetragen werden. Zum heutigen Stand hat die Gemeinde erstmals eine Pro-Kopf-Verschuldung unter 1000 Euro pro Einwohner, selbst unter Hinzurechnung der Verschuldung aus unserem Wohnungsbestand. Das ist eine gute Entwicklung, die uns hoffentlich in den vor uns liegenden schwierigen Jahren mehr Standfestigkeit verleiht. Ich möchte einige Investitionen, die der Gemeinderat auf den Weg brachte, nochmals in Erinnerung rufen. Feuerwehrgerätehaus Reinsberg, Hauptstraße Hirschfeld Oberdorf, Rettungswache Dittmannsdorf, Hochwasserschäden Steinbach, Hauptstraße Neukirchen (Mörnerstraße Unterdorf), Ausstattung für Feuerwehren, Umbau Grundschule Neukirchen, Gehweg mit Beleuchtung Burkersdorf, Regenwasserkanal Burkersdorf, Bauhoffahrzeug, Straßenbeleuchtung Hirschfeld/Neukirchen, Löschfahrzeug Hirschfeld, Dorfstraße Steinbach, Investitionszuschuss Kita Dittmannsdorf, Investitionszuschuss Kita Hirschfeld, Feuerwehrgerätehaus Neukirchen, Nordstraße Reinsberg, Kita Bieberstein, Beleuchtung Gebind Reinsberg, Bauhoftraktor, PC-Ausstattung Grundschule; zusätzlich flossen 91 TEURO Investzuschuss an Vereine wie Sportverein Dittmannsdorf, Spielmannszug Hirschfeld, IV. Lichtloch Reinsberg. Mit 12,5 TEURO wurden auch die Friedhöfe unterstützt. Ich danke für die konstruktive Mitarbeit, gute aber auch kritische Hinweise und Vorschläge und auch für ein Stück Vertrauen, was die Gemeinderäte unserer Verwaltung entgegenbrachten. In 62 Gemeinderatssitzungen wurden 494 Beschlüsse gefasst. Unter Einrechnung von weiteren Ausschusssitzungen hat ein Gemeinderat im Durchschnitt über 200 Stunden Sitzungsdienst absolviert.

Ich darf nun den Blick zu den Ortschaftsräten richten. Sie sind der unmittelbare Ansprechpartner in unseren Dörfern. Von der Seniorenbetreuung über Vereinsarbeit und Heimatpflege bis hin zu den Besuchen unserer Neugeborenen halten sie den Kontakt zu unseren Menschen. Das dies in vielen Stunden am Abend oder Wochenende geschieht, ist selbstverständlich. Auch Dank der Mitwirkung der Ortschaftsräte konnte jährlich der Wettbewerb „Schönstes Grundstück“ durchgeführt werden. Hier noch einmal einige Schwerpunkte der Arbeit aus den Ortschaften.

 

Ortschaft Bieberstein

Entwässerungskonzept Burkersdorf, Namensgebung Gotthelffriedrichsgrund, Kinderfeste in Burkersdorf, Wiederbelebung der Seniorenarbeit, Einrichtung der Kita Bieberstein

 

Ortschaft Dittmannsdorf

Sportvereinsfeste, jährlicher Kinderfasching für die Gemeinde, Unterstützung Kita Dittmannsdorf, Seniorenveranstaltungen im Gasthof

  

Ortschaft Hirschfeld

850-Jahrfeier, Wettbewerbsteilnahme „Unser Dorf hat Zukunft“ - 3. Platz im Landkreis, jährliches Vereinsfest, Rekonstruktion ehem. Kulturhaus, Unterstützung Kita Hirschfeld


Ortschaft Neukirchen

Straßen- und Hausnummernumbenennung, Heimatabende und Benefizkonzerte, Gründung Kultur- und Heimatverein sowie Übernahme Ortschaftszentrum, Partnerschaft zur Grundschule, Schaffung Ortsarchiv

 

Ortschaft Reinsberg

2. Bobritzschtaltreffen 2007, Unterstützung Weihnachtsmarkt, Förderung Veranstaltung des Vereins IV. Lichtloch sowie Schützenverein

Sicher ist die Aufzählung nicht vollzählig, sie soll nur das bunte Spektrum der Arbeit unserer Ortschaftsräte darstellen. In den 5 Jahren ist deutlich geworden, dass unsere Einwohner ihre örtliche Identität brauchen. Darum freue ich mich, dass wir an der Ortschaftsverfassung in verstärkter Form auch zukünftig festhalten.

Zum Abschluss des offiziellen Teiles der Veranstaltung wurde anlässlich des 15-jährigen Bestehens der neuen Gemeinde Reinsberg die aus ihrem Amt ausscheidende Ortschaftsrätin Frau Romy Börner für ihren Einsatz in ihrem Heimatort als Ortschaftsrätin, aber ganz besonders als Vereinsvorsitzende der Elterninitiative „Glitzerstein“ e.V., wo sie in nunmehr 12-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit die hohe Verantwortung für ein großes Stück der erfolgreichen Kinderbetreuung uneigennützig getragen hat, mit der Eintragung ins Goldene Heimatbuch der Gemeinde Reinsberg geehrt.

Abschließend darf ich auch im Namen der gesamten Einwohnerschaft bei den Frauen und Männern, die für unsere Orte Verantwortung getragen haben, Danke sagen. Sie übergeben unsere Gemeinde in einem ordentlichen Zustand und das brauchen wir auch, denn das was vor uns liegt, wird Gemeinde- und Ortschaftsräten sehr viel mehr abverlangen als bisher. Dank gilt auch den Angehörigen, die die ehrenamtlich Tätigen für das Wohl der Allgemeinheit entbehrt haben.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Bürgermeister
Bernd Hubricht

 

Aufruf zum Wettbewerb „Schönstes Grundstück 2009“  

Sehr geehrte Grundstückseigentümer und Familien,

auch in diesem Jahr wird unser Wettbewerb „Schönstes Grundstück“ in allen Ortschaften durchgeführt. Ich darf Sie hiermit aufrufen, in den nächsten Wochen liebevoll Ihre Grundstücke zu pflegen, damit Sie eine Chance von der Bewertungskommission erhalten.

Wie im Vorjahr soll auch diesmal pro Ortschaft ein Grundstück als Preisträger ermittelt werden, der dann im Rahmen einer kleinen Veranstaltung Urkunde und Auszeichnungsplakette überreicht bekommt. Die Bewertungsjury setzt sich jeweils in den Ortschaften aus dem Ortschaftsrat, den Gemeinderäten und fachlich hinzugezogenen Bürgern zusammen. Folgende Kriterien werden wieder Leitbild für die Bewertung sein:

1. Erhaltung alter und bestehender Bausubstanz
2. Einordnung der Bebauung ins Dorfbild (dorfbildprägend)
3. Anpassung von Neubauten zur örtlichen Bebauung
4. Abstimmung von Gebäude und Grundstück aufeinander
5. Bewertung der Einzäunung, Einfriedung und Außenanlagen je nach Ortstypik
6. Vorhandensein störender Elemente (wie Nebenanlagen)
7. Bewertung des jährlichen Pflegeaufwandes in Verbindung mit Beständigkeit, Ordnung und Sauberkeit am Grundstück

Die Bewertungsrundgänge der Jury erfolgen in der Zeit vom 1. bis 16. September 2009.

Wir freuen uns, wenn sich durch unseren Wettbewerb das Antlitz unserer Ortschaften auch weiter verbessert und viele fleißige Grundstücksbesitzer und ihre Familien mit der kleinen Auszeichnung ein symbolisches Dankeschön erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
auch im Namen der Ortsvorsteher/Innen

Bernd Hubricht
Bürgermeister

 

Beschlüsse des Gemeinderates vom 23.06.2009

Öffentliche Sitzung

Beschluss-Nr. IV/62/2009-51
Der Gemeinderat nimmt den Stand der aufgestellten Jahresrechnung 2008 zur Kenntnis.


Beschluss-Nr. IV/62/2009-52
Der Gemeinderat stimmt den außer- und überplanmäßigen Ausgaben lt. Anlage zum Rechenschaftsbericht der Jahresrechnung 2008 gemäß § 79 Sächs GemO zu.


Beschluss-Nr. IV/62/2009-53
Die Gemeinde Reinsberg beschließt zur Finanzierung der Baumaßnahme Neubau eines straßenbegleitenden Gehwegs an der Meißner Straße (K 7794) in Bieberstein die Erhöhung des Ausgabeansatzes (Hhst. 2-6300-9500) um 105.200 EUR als überplanmäßige Ausgabe auf 141.200 EUR. Die Finanzierung erfolgt aus Einnahmen vom Landkreis (Bordbeitrag, 8.300 EUR) und aus Fördermitteln (97.200 EUR) als außerplanmäßige Einnahmen.


Beschluss-Nr. IV/62/2009-54
1. Der Gemeinderat der Gemeinde Reinsberg nimmt die Höhe der durchschnittlichen Betriebskosten 2008 für die Kindertageseinrichtungen der Gemeinde je Platz und Einrichtungsart sowie den Aufwendungsersatz für Kindertagespflege zur Kenntnis.
Die Bekanntmachung erfolgt im Amtsblatt Monat Juli 2009.
2. Der Gemeinderat beschließt die Beibehaltung der Elternbeiträge in der zurzeit gültigen Höhe für die Betreuung in den Einrichtungen und in der Tagespflege der Gemeinde Reinsberg.


  

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Reinsberg, 07/2009