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Aktuelle Informationen aus der Gemeinde Reinsberg, Januar 2012:

Bürgerinformationen im neuen Jahr

Sehr geehrte Einwohner unserer Ortsteile,

mit dem Januaramtsblatt starten wir wieder unsere Bürgerinformationen für 2012. Zunächst darf ich Ihnen im Namen des Gemeinderates, des Verwaltungsteams, wie auch persönlich, verehrte Leserinnen und Leser und Ihren Familien, ein gesundes, erfolgreiches und glückliches neues Jahr wünschen.

In meinen ersten Zeilen des Jahres möchte ich Ihnen einen Einblick in die Haushaltssituation der Gemeinde 2012 und zu den Vorhaben des vor uns liegenden Jahres gewähren. Noch im Dezember hat der Gemeinderat den Haushalt 2012 beschlossen. Bereits seit Oktober stand fest, welche Investitionen die Gemeinde 2012 anpacken möchte. Im November wurden der Gemeinde dann die Steuer- und Zuweisungsbeträge für 2012 vom Freistaat bekannt gegeben. Somit stand der Aufstellung eines soliden Haushaltes 2012 nichts mehr im Wege.

Die Einnahmen und Ausgaben des Haushaltes belaufen sich auf 4,775 Mio Euro, davon entfallen 1,176 Mio Euro auf den Vermögenshaushalt, der im Wesentlichen unsere Investitionen darstellt.

Unsere Haupteinnahmegruppe sind Steuern und Schlüsselzuweisungen. Steuern sind geringfügig angestiegen, wobei dieser Anstieg von Gewerbesteuer und Einkommenssteuer getragen wird. Trotz der wiederum rückläufigen Einwohnerzahl bleibt die Schlüsselzuweisung aus Dresden konstant. Steuern und Schlüsselzuweisungen bringen der Gemeinde in 2012 1,977 Mio Euro. Die Rückläufigkeit unserer Einwohnerzahlen wird uns in den Folgejahren vor große Herausforderungen stellen. In den letzten 3 Jahren haben wir jährlich zwischen 50 bis 70 Einwohner verloren, obwohl sich Sterbe- und Geburtenrate stets fast ausgeglichen haben. Die Ursache des Einwohnerverlustes liegt im negativen Saldo von Zu- und Wegzügen.

Die Hebesätze bleiben bei den Steuern 2012 unverändert. Nach der geringfügigen Hebesatzanhebung der Steuer B im Vorjahr liegt unsere Gemeinde noch immer deutlich unter dem Landesdurchschnitt und unter dem Durchschnitt der Nachbargemeinden.

Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt sind Personalausgaben und der Betriebsaufwand sowie Zuweisungen an Dritte die Kernausgabepositionen. Der Personalaufwand steigt im Jahr 2012 etwas, da wegen der notwendigen Aufstockung des Bauhofpersonales auf 4 Arbeiter und geringfügiger Tarifsteigerungen mehr Lohn anfallen wird. Die Betriebsaufwendungen für unsere Einrichtungen und Objekte steigen wie in jedem privaten Haushalt, bei uns um ca. 2,5 %. Auch die Zuweisungen an Dritte wie unsere Kindereinrichtungen steigen weiterhin geringfügig. Trotzdem haben wir in der Haushaltsaufstellung versucht, sparsamst zu Gunsten von Investitionen zu planen.

Grundsätzlich werden alle Investitionen der Gemeinde nur bei einer entsprechenden Förderung realisiert. Somit haben wir 778.000 EURO Zuschüsse beantragt. Folgende Vorhaben stehen im Haushalt: Die Beschaffung des neuen Löschfahrzeuges für die FFW Dittmannsdorf, der Ausbau des Dorfplatzes Neukirchen, neue Ausstattung für die Feuerwehren aller Ortsteile, Ersatzinvestitionen für Bauhoftechnik, Akustikdecken in der Grundschule zur Grabentour, der Verbindungsgehweg zwischen Bieberstein und Burkersdorf, die Erneuerung Bauernweg in Hirschfeld, das Regenrückhaltebecken in Hirschfeld, die Sanierung Sanitäranlagen in der Sporthalle Dittmannsdorf, der Abbruch ehem. Landwirtschaftsobjekte in Neukirchen und der Eigenanteil unserer Gemeinde für die dringend notwendige Breitbanderschließung unserer Ortsteile. Dazu wollen wir noch eine geringfügige Tilgung unser Schulden vornehmen, um den Schuldenstand pro Einwohner trotz Einwohnerrückgang konstant zu halten. Im Mittelpunkt unserer vielen Investitionen steht der Ausbau des Dorfplatzes Neukirchen mit dem Bau eines Teilstückes der Staatsstraße S 196. Allein dieses Projekt wird immens viel Kraft beanspruchen.

Für unsere Verwaltung gibt es dazu noch die große Herausforderung der Umstellung der kameralistischen Haushaltsführung auf die Doppik. Hier werden im Durchschnitt 50 % der Verwaltungskraft einfließen müssen, denn zum 01.01.2013 wird auch die Gemeinde Reinsberg mit einer Eröffnungsbilanz darzustellen sein. Alle anderen Anforderungen werde ich diesem Ziel unterordnen. Die im letzten Amtsblatt ebenfalls angekündigte Änderung der Öffnungszeiten (Wegfall des 1. Freitages Öffnungszeiten) steht mit dieser Zielsetzung in engem Zusammenhang. Auch Bearbeitungsfristen können in 2012 durchaus etwas länger ausfallen. Wir bitten Sie, verehrte Einwohner, um Verständnis der Orientierung unserer Verwaltungskraft.

Zum Abschluss möchte ich in dieser ersten Ausgabe des Amtsblattes noch auf eine kleine Besonderheit aufmerksam machen. Unser Amtsblatt lebt auch sehr von der Darstellung des Vereinslebens. Dabei sind wir auf unsere ehrenamtlichen Redakteure aus den Vereinen besonders angewiesen. Eine Redakteurin begleitet den Teil Hirschfeld wohl schon seit 1993. Inzwischen ist Sie unsere älteste Einwohnerin der Gemeinde und hat auch pünktlich zum Redaktionsschluss dieses Amtsblattes ihren Bericht zur Seniorenarbeit in Hirschfeld eingereicht. Ich bedanke mich bei Frau Elsa Stroka, die auch im 97. Lebensjahr pflichtbewusst für ihre Senioren und die Ortschaft Hirschfeld Bericht erstattet.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Bürgermeister

Bernd Hubricht

 



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Reinsberg, 01/2012