Wappen mit Schrift

  Aktuelle Informationen aus den Ortschaften der Gemeinde Reinsberg

Aktuelle Informationen und Termine: in der monatlichen Ausgabe des Amtsblattes der Gemeinde Reinsberg


Bieberstein Dittmannsdorf Hirschfeld Neukirchen Reinsberg
  

Ortschaft Bieberstein

Seniorenarbeit

Hallo liebe Seniorinnen und Senioren aus Bieberstein, Burkersdorf und Gotthelffriedrichsgrund,

im April haben wir keine Veranstaltung für unsere jung gebliebenen Bürger in den Ortsteilen. Das frische Grün der Natur und die ersten Frühjahrsblumen werden uns anregen, öfters nach draußen zu gehen. Haus und Hof müssen vom Unrat des Winters befreit werden.Im Mai findet unser nächster Treff statt, bitte den 16.05.2018, 14:30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Burkersdorf vormerken.

gez. Margret Küchenmeister

 

Schloss Bieberstein

Herr Achim Berger hat sich wieder die Mühe gemacht, passend zur 800-Jahr-Feier von Bieberstein einen Beitrag zum Schloss Bieberstein zu erarbeiten – herzlichen Dank!

Ergänzend möchte ich nur noch auf die Webseite hinweisen, auf der die laufenden Konzerte und Veranstaltungen im Schloss verzeichnet sind: http://www.biebersteinforum.org/

Wir können von Glück reden, dass nicht nur eine behutsame und sorgfältige Sanierung der Anlage erfolgt ist, sondern auch durch die Veranstaltungen eine Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit gegeben ist.

Viele Besucher konnten sich mittlerweile schon in den schönen Räumen an hervorragenden Konzerten erfreuen – die Gemeinde Reinsberg besitzt damit einen echten kulturellen Schatz!

Wilfried Kröger ,BI Kulturerbe Reinsberg‘ im Verein ‚reinsberg.er.leben e.V.‘

 

Historische Postkarten – Schloss Bieberstein

Schloss Bieberstein ist das häufigste Postkartenmotiv von Bieberstein. Auch Maler haben das romantisch über dem Bobritzschtal liegende Schloss oft als Motiv ausgewählt. Die bekanntesten waren Ferdinand von Rayski (1806-1890) aus Dresden, Otto Altenkirch (1875-1945) aus Siebenlehn und Otto Max Küchenmeister (1884-1979) aus Neukirchen. Das sog. Neue Schloss in seiner jetzigen Gestalt wurde 1666 von seinem damaligen Besitzer Gotthelf Friedrich von Schönberg neu aufgebaut.

Zu den Vorgängerbauten angefangen von der ersten Steinburg, die mit oder kurz vor der dörflichen Besiedlung um 1150 entstanden sein wird, und dem Schlossneubau von 1666 gibt es in den historischen Abhandlungen keine eindeutigen Darstellungen einschließlich der Zuordnung der bald erfolgten Herrschaftsaufteilung in Nieder- und Oberbieberstein. Die ersten Besitzer, die edelfreien Herrengeschlechter von Bieberstein, hatten die erste Burg1 wahrscheinlich an der Stelle des jetzt noch s.g. Alten Schlosses erbaut. In Bieberstein waren sie nur etwa bis 1250 sesshaft und haben baulich sicher nicht weiter investiert. Sie hatten in dieser Zeit schon neue Besitzungen in Schlesien erworben, wo es ein größeres Expansionspotential gab. Eine letzte Erwähnung finden die Biebersteiner in einer Urkunde von 1290, nach der sie ihren letzten hiesigen Besitz in Mochau an das Kloster Altzella übereigneten. Anfang 1300 übernahmen die Herren von Maltitz Bieberstein. Schon im markgräflichen Lehnsregister von 1348 wurde für Albert von Maltitz eine neue Burg (castrum novum) mit zugehörigen, meist hälftigen Besitzungen und eine alte Burg (castrum antiquum) aufgeführt. Die anderen hälftigen Besitzungen mit der alten (niederen) Burg besaßen offenbar die zwei weiteren Brüder Friedrich und Hermann von Maltitz. Das wegen Platzmangel zusätzlich gebaute (obere) Schloss wurde Sitz von Oberbieberstein. Nach den Maltitzern übernahmen um 1400 die Marschalks, später Marschälle von Bieberstein genannt, die beiden Biebersteinhälften, die sie verwandtschaftlich verbunden etwa 200 Jahre besaßen. Nach einer kurzen Übergangszeit mit verschiedenen Besitzern2 kaufte Moritz von Schönberg aus dem Hause Oberschöna 1630 sowohl Nieder- als auch Oberbieberstein und vereinigten sie wieder. Er ließ das nun nicht mehr benötigte und offenbar baufällige niedere Schloss abreißen. Auf dessen Grundmauern wurde später 1721 das sog. Eremitorium errichtet und als eine Art Gartenhaus benutzt. 1657 erwarb Gotthelf Friedrich von Schönberg Bieberstein und ließ das sicher auch im Dreißigjährigen Krieg beschädigte obere Schloss fast vollständig abreißen und 1666 im Renaissancestil neu aufbauen, wobei der mittelalterliche Bergfried aus dem 14. Jahrhundert mit seinen 1,70 m dicken Mauern wieder mit integriert wurde. Seine jetzige barocke Gestalt erhielt das Schloss mit Ergänzungsbauten wie der Freitreppe3 1710 bis 1720 unter seinem Sohn Caspar. Das Sandsteingeländer zwischen Neuem und Alten Schloss hat nichts mit den hiesigen historischen Bauten zu tun, sondern ist eine abgebaute neugotische Brüstung vom Meißner Dom und wurde erst 1903 aufgestellt. Von 1807 bis 1927 gehörte Schloss und Rittergut denen von Schroeter. 1807 hatte der Amtshauptmann Carl Ludwig von Schroeter die Erbtochter Rudolphine von Schönberg geheiratet. Eine umfangreiche Renovierung erfolgte noch einmal 1929/30 nach der Übernahme des Schlosses durch eine Frau von Winckler, die es dann ihrer Tochter Ursula Görg übergab, die es bis zur Flucht 1945 besaß. Nach 1945 war Schloss Bieberstein zunächst bis 1957 Parteischule der SPD/SED und ab 1958 bis 1992 Jugendherberge „Edgar Andre“. 1998 wurde das Neue Schloss von der jetzigen Besitzerin Maritta Rogalla von Bieberstein Koch-Weser erworben und seitdem erhalten. Damit ist dem alten Wahrzeichen von Bieberstein ein besseres Schicksal beschieden als z. B. dem auch sehr ehrwürdigen Schloss Reinsberg und so manch anderen Schlössern im Osten Deutschlands. Das Alte Schloss (Eremitorium) wurde nach 1945 von Schülern und Jugendlichen in ihrer Freizeit als eine Art Jugendclub genutzt und später bis zur Wende vom Freiberger Bildhauer Gottfried Kohl als Sommersitz. Nach der Wende ging es mit dem Rittergutsgebäuden in Privatbesitz.

Anmerkungen

1 Einer Legende nach soll die älteste Burg von Bieberstein flussaufwärts am linken Ufer der Bobritzsch auf dem Rollstein gestanden haben. Tatsächlich wird diese Stelle auf alten Karten, z. B. Meilenblätter, als „der alte Schloss Berg“ bezeichnet. Er liegt am Sandgrubenweg zwischen Gotthelffriedrichsgrund und der Bobritzsch. Es gibt aber dort keinerlei diesbezüglichen Hinweise, wie Wallgraben oder Mauerreste. Auch liegt keine besondere strategische Lage, z. B. an einer wichtigen Straße, vor. Die hier geschilderten Burg-und Schlossanlagen haben mit dieser Gegend nichts zu tun.

2 Nach den Marschällen von Bieberstein gab es bis 1630 folgende Besitzer: Niederbieberstein: ab 1591 die Freiberger Patrizierfamilie von Alnpeck; Oberbieberstein: von 1598 bis 1624 die Familien von Truchsess und ab 1624 Heinrich von Hartitzsch.

3 Bei Reparaturarbeiten an der Treppe 1981 wurden zwei Kisten mit Silberbesteck gefunden, die 1945 von den damaligen Schlossbesitzern versteckt worden waren. Das 580-teilige Tafelsilber wurde nach einer Aufarbeitung im Freiberger Stadt- und Bergbaumuseum ausgestellt und inzwischen den ehemaligen Besitzern wieder zurückgeführt.

Achim Berger

 

Ortschaft Dittmannsdorf

Termine

* Bücherei
mittwochs, 15:30 - 17:30 Uhr
im Haus des Gastes, Siedlungsstr. 4

 

Seniorenclub Dittmannsdorf

Im Monat März nutzten wir unseren Seniorennachmittag um uns in Sachen der Ersten Hilfe weiterzubilden. Sehr anschaulich und humorvoll vermittelte uns Herr Schulze einiges an Grundwissen, damit auch wir Senioren im Ernstfall als Ersthelfer die richtigen Maßnahmen einleiten können. Für diesen lehrreichen Schnellkurs bedanken wir uns bei Herrn Schulze recht herzlich.

Im April starten wir zu unserer Frühlingsausfahrt in das Meißner Land, die am 18.04.2018 um 13:00 Uhr für alle angemeldeten Teilnehmer beginnt. Lassen wir uns von modischen Trends des kommenden Sommers bei Kaffee und Kuchen überraschen.

Bis dahin genießen Sie die wärmenden Frühlingsstrahlen der Sonne und erfreuen sich am Erwachen der Natur.

Das Organisationsteam und Hannelore Melzer

 

Ortschaft Hirschfeld

Liebe Hirschfelder Seniorinnen und Senioren,

wir laden Sie ganz herzlich zu einem Seniorennachmittag ein:

Wann: 24.04.2018 um 14.00 Uhr
Wo: Klubraum Hirschfeld
Thema: Frühling

Wir freuen uns auf Sie! Logo Frühlingsblumen bitte einfügen

Euer Ortschaftsrat


Ortschaft Neukirchen

Termine

* Bücherei
mittwochs, 16:00 - 18:00 Uhr, im Vereinshaus Neukirchen, Mörnerstr. 65

 

Seniorengruppe Neukirchen/Steinbach

Einladung

Liebe Senioren,

im März hatten wir eine sehr schöne und informative Veranstaltung mit den Bombastus-Werken Freital. Herr Anke und Frau Prager zeigten uns einen Film aus alten und neueren Zeiten des Werkes und gaben uns viele wertvolle Tipps über Salbei, der in Oberhermsdorf auf den werkeigenen Feldern auf einer Fläche von 20 ha angebaut wird, und die Produktpalette. Auch konnten wir mitgebrachten Salbei-, Brennnessel- und Früchtetee trinken. Im Anschluss war es auch möglich, die Produkte käuflich zu erwerben.

Für Mittwoch, den 11. April 2018 um 14:00 Uhr möchten wir Sie wieder herzlichst einladen. Gast wird an diesem Nachmittag unser Bürgermeister, Herr Hubricht, sein. Da sein Vortrag immer sehr informativ ist, möchten wir auch Senioren der Orte Neukirchen und Steinbach einladen, die bisher noch nicht bei unseren Senioren-Nachmittagen waren.

Hinweisen möchten wir schon auf die nächst folgenden Termine: 16. Mai und 13. Juni.

Ich verbleibe mit den besten Grüßen und Wünschen

Ihre Elke Bruder

 

Zeitgeschichtliches aus Neukirchen und Steinbach

Mit dem heutigen Artikel möchte ich mal weniger spektakuläre Begebenheiten zur Schau stellen.

Ebenso verzichte ich auf jegliche geschichtliche Hintergründe, darüber darf sich jeder in der Chronik selbst belesen.

Vielmehr möchte ich einen kleinen Aufsatz des ehemaligen Lehrers unserer Schule in Neukirchen, Walther Wagner, zum Besten bringen. Denn auch Lehrer waren mal Schüler und mussten ihr Wissen unter Beweis stellen. Die nachfolgende Geschichte ist ein Auszug aus des Lehrers Deutscharbeitsheft, welches er in seiner Ausbildung zum Lehrer relativ erfolgreich führte.

Fantasie und Humor waren wohl seine Stärken beim Schreiben und verhalfen so zu guten Zensuren.

Wie würden wohl die heutigen Lehrer seine Leistungen bewerten?

Auch wenn Herr Wagner nun nicht mehr darüber diskutieren möchte, so bleibt doch mit seinen Zeilen wenigstens die Erkenntnis zurück, dass das Leben aus vielen kleinen Münzen besteht, welche der sie aufzuheben versteht, ein Vermögen hat.

Ein Silberzwanzigpfenniger beschreibt seine Reise.

Hei, wie hübsch und glänzend sah ich aus, als ich eben meine Wanderung durch die Welt antrat.

Man merkte es mir sofort an, daß ich aus einem edlen Metall geprägt worden war. Wenn ich mich jetzt betrachte, möchte ich weinen vor Ärger.

Zuerst befand ich mich, mit anderen Kameraden meines Gesellschafts und vielen anderen Geldstücken in dem Portemonnaie eines reichen Herren. Einst stand sein Söhnlein dabei, als er eine Rechnung beglich. Derselbe erblickte mich und sagte, "Papa, bitte gib mir doch die kleine hübsche Münze."

Der Vater gewährte ihm die Bitte. Der Kleine jauchzte und klatschte vor Freude in die Hände.

Dann nahm er mich mit an sein Tischchen, wo allerlei Spielzeug aufgebaut war. Eine Festung mit Soldaten und Kanonen, eine Schäferei mit vielen kleinen Schäfchen, dem Schäferhund und Hirten und noch vieles andere nahmen das Tischchen ein.

Der Kleine legte mich auf ein Bilderbuch, holte sich ein Stück Papier, bedeckte mich damit, rieb mit einem Bleistift darauf herum und freute sich über meine Photographie. Dann spielte er mit seiner Festung, ließ die Soldaten exerzieren und schoß mit den kleinen Kanonen.

Plötzlich fiel ich, ohne daß er es merkte, auf den Fußboden und rollte unter einen Schrank.

Tags darauf reinigte das Dienstmädchen das Zimmer, fand dabei auch mich und steckte mich in ihre Tasche. Am nächsten Sonntag ging das Dienstmädchen mit einer Freundin spazieren. Auf diesen kleinen Ausflug stärkten sie sich, da es sehr heiß war, in einer Restauration mit einem kühlen Trunke.

Das Dienstmädchen bezahlte nun mit mir ihre Zeche.

Gleich darauf gab mich die Kellnerin wieder aus und ich wanderte in die Tasche eines Kaufmanns.

Von diesem kam ich am nächsten Tage zu einer Frau, die Ware bei ihm holte.

Diese steckte mich leichtsinnig in die Tasche. Leider war in derselben ein Loch. Ich schlüpfte hindurch und fiel auf die Straße, wo mich ein Straßenkehrer fand.

Dieser griff mich mit seinen schmutzigen Händen an und steckte mich in ein noch schmutzigeres Beutelchen, um mich des Abends zu vertrinken.

Die Wirtin, in deren Händen ich nun gelangt war, gab mich einem ehrbaren Bürger, der bei ihr seinen Frühschoppen getrunken hatte. Dieser schenkte mich, da ich immer noch sehr schön glänzte, seinem Töchterchen, daß mich in seine Sparbüchse steckte.

Nun kam eine längere Zeit der Ruhe für mich. Ich hatte eine ansehnliche Menge Kameraden, woraus ich schloß, daß das kleine Mädchen sehr sparsam sein müsse. Da waren mehrere kleine Kupfermünzen und sogar etliche Fünfzigpfennigstücke, die viel zu erzählen wußten.

Eines Tages holte mich das kleine Mädchen mit noch anderen Münzen ans Tageslicht und kaufte ein Geschenk für ihr Brüderchen.

Nun begann ich meine Wanderung von Neuem.

Zuerst kam ich mit dem Gehalt in die Hände des Geschäftsführers. Dieser verspielte mich abends an einen Reisenden. Mit diesem kam ich nun durch verschiedene Länder, Städte und Dörfer und lernte die Menschen kennen. So war ich nun schon längere Zeit im Besitz des Reisenden. Oft griff er in die Tasche und ich hoffte jedesmal, daß er mich heraus nehmen würde.

Endlich kam ich zu einem Kaufmann, bei welchem sich der Reisende Zigarren kaufte. Als mich der Kaufmann erblickte sprach er: "Da ist ja ein Silberzwanzigpfenniger" Er nahm mich in sein Comptoir (Zähler), wickelte mich mit noch anderen Silberzwanzigpfennigern in ein Stück braunes Papier zu einer Geldrolle und schickte mich mit anderen Kameraden in die Münze. Jetzt bin ich nun an der selben Stelle, von wo aus ich meine Wanderung antrat.

Meine Lebensgeschichte ist nun zu Ende und ich bin bloß neugierig, was nun aus mir werden wird.

Inhalt 1, Rechtschreibung 1b,

Rico Dienel
Ortschronist

 

Ortschaft Reinsberg

Freizeittreff für „Junggebliebene und Ältere“ Reinsberg

Obwohl Temperaturen und Wetter bei unserer letzten Zusammenkunft mehr in Richtung Winter zeigten, sagt uns der Kalender, dass auf das Frühjahr nicht mehr lange zu warten ist. Wir möchten uns bei Frau Ute Flemming für die kreative Anleitung bei der Erstellung von Gestecken für das Osterfest und die Bereitstellung des notwendigen Pflanzen- und Dekormaterials herzlichst bedanken.

Unser Ratssaal war wieder von unseren Frauen mit viel zartem Grün ausgestaltet. Damit hatte alles einen recht frühlingshaften Anstrich erhalten.

Am 18.04.2018 findet unsere Ausfahrt mit dem Reisebusunternehmen Voigt statt.

Fahrziel: Musik-Mode-Trend / Meißner Land

Abfahrtsort: Buswendeschleife Niederreinsberg

Abfahrtszeit: 13:45 Uhr

Für weitere Interessenten sind noch Plätze frei! Bitte melden!

Ihr Organisationsteam

  

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Reinsberg, 04/2018