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Aus der Geschichte Reinsbergs

Unsere Ortsteile sind in der Mitte des 12. Jahrhunderts in Verbindung mit der Gründung des Klosters Altzella und dem Auffinden von Silbererzen um Freiberg entstanden. Die Ortschaft Reinsberg war bereits 1197 Sitz eines ritterlichen Herrengeschlechts. Die Schlösser in Reinsberg und Bieberstein sowie mehrere Rittergüter erinnern an ehemals herrschaftliche Zeiten.

 

Die für die damaligen Verhältnisse ideale Lage, schwer zugänglicher Steilhang über der Bobritzsch, war vermutlich für einen deutschen Ritter Veranlassung, den festen Sitz Reginsberg (später Reinsberg) zu errichten. Der Burgname wurde somit zum Namen der von Reinsberg. Von der ungeschützten Ostseite her wurde die Burg durch einen tiefen Graben gesichert, der nur durch eine Zugbrücke zu überwinden war. Ein mächtiger Torturm überragte den Bau. Im Schutze der Burg ist das Dorf Reinsberg entstanden. Die Herrschaft der Reinsberger war nicht von langer Dauer. Im 14. Jahrhundert verloren sie immer größere Teile ihres Stammsitzes, darunter einen Teil des Dorfes Reinsberg. Diese Anteile wurden, zum Teil über andere Geschlechter, von den von Schönberg erworben. Schließlich erwarben die von Schönberg im Jahre 1411 von den Reinsbergern den Rest des Stammsitzes. Die Burg ging in ihren Besitz über. Danach residierten die von Schönberg über 500 Jahre auf Schloss Reinsberg und der zugehörigen ausgedehnten Herrschaft. Der Einfluss der von Schönberg reichte vom Meißner Land bis in das Erzgebirge.

 

Schloss Reinsberg

Der Silberbergbau und die Besiedlung durch fränkische Bauern prägte die Orte. Das Reihendorf mit Waldhufen (Waldhufendörfer) und der fränkische Vierseitenhof sind typisch deutsche Siedlungsformen.

Auch viele Zeitzeugen des Silberbergbaus, die man z. B. bei einer Wanderung entlang der Grabentour entdecken kann, sind noch erhalten. Jeder Ortsteil besitzt außerdem sehr schöne, gut erhaltene Kirchen und Pfarrhäuser, die sehenswert sind.

Einen bedeutenden Aufschwung im Ort brachte das Aufblühen des Silberbergbaues in unserem Raum und der etwa im gleichen Zeitraum erfolgte Bau des Rothschönberger Stollns. Heute weisen nur noch unbedeutende Überreste auf den Silberbergbau im Reinsberger Gebiet hin. Dagegen stellen Treibehaus und Huthaus des 4. Lichtloches des Rothschönberger Stollns Denkmale alter bergbaulicher Kunst dar. Sie sind im wesentlichen in ihrer Form erhalten. Von hier aus wurde der Stollen nach dem Abteufen des Lichtloches von der 84 m tiefen Sohle aus zum 3. und 5. Lichtloch vorgetrieben. 

Übertageanlagen des 4. Lichtlochs

Wir finden das Treibehaus auf einer kleinen, aber hoch wirkenden Halde, unmittelbar an der Dorfstraße im Talgrund. Es enthält den ältesten, rein erhaltenen aus Holz erbauten Wassergöpel, errichtet im Jahre 1848. Das 4. Lichtloch war der Endpunkt des Kunstgrabens, der das Aufschlagwasser von der Bobritzsch heranführte. Das verbrachte Wasser wurde in den Dorfbach geleitet. Bis 1972 wurde der Rothschönberger Stolln vom 4. Lichtloch aus regelmäßig befahren und überprüft. Treibehaus, Radstubenkaue, Huthaus, Bergschmiede und Zimmereischuppen stehen heute unter Denkmalschutz.
Das Grundstück des 4. Lichtlochs samt der Bebauung wurde im Jahr 2004 durch die Gemeinde Reinsberg erworben und wird durch den Verein "IV. Lichtloch des Rothschönberger Stollns" e.V. erhalten.

   

Heute wird Reinsberg infolge seiner Naturschönheiten alljährlich von vielen Wanderern und Touristen gern besucht. Das Landschaftsbild Reinsbergs wird durch tiefe Täler, sanft gerundete Kuppen und streckenweise gewellte Hochflächen geprägt. Die durch den Ort führende Strecke der Kleinbahn verband Reinsberg mit Nossen, Wilsdruff und Dresden. Heute werden Teile der alten Strecke als Wanderwege genutzt. Zu Reinsberg gehört der Ortsteil Drehfeld.

 

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Reinsberg, 06/2004